80er Fete PDF Drucken E-Mail

Am 26.04.03 fing die ganze Geschichte an: Gero hatte seinen 40sten Geburtstag und dazu grob “2000” Leute eingeladen. Es gab nur eine Voraussetzung: 80er Klamotten. Für Stimmung war gesorgt, DJ Henning wartete in Geros Scheune auf die von der Eseltour rückkehrende Meute. Was die wenigsten erwartet hatten, es gab ein rauschendes Fest in kaum erwartetem Ausmaße.

Wie kommen wir jetzt auf Silvester, ist eine berechtigte Frage. Nachdem wir letztes Jahr diese riesige Beach-Party veranstaltet haben, überlegten wir dieses Jahr wie man das wohl toppen könnte. Es war schwierig, dennoch fragten uns einige, ob wir es nicht noch mal so hinkriegen könnten wie damals. Nach dem Motto: zweimal das gleiche ist langweilig sagten wir dem zu und entschlossen uns im November 2004 zur 80er Silvesterfete. Leider konnten diesen Entschluss nur wenige Dorfjugend-Aktive teilen, aber da muss ich als Leiter auch mal sagen, wenn ein Termin angesetzt ist, hat man entweder bei der Abstimmung da zu sein, oder man muss mit dem Ergebnis leben.

So kam es, dass nur grob ein Drittel der Aktiven kam, was das "Planungsteam" jedoch nicht aus der Bahn warf. Es sollte immerhin wieder ein Fest werden, was alle anderen in den Schatten stellen sollte.

Am 29.12. fingen wir dann auch mit dem Aufbau (Aufräumen, Saalplatten usw) an. Es endete Vorerst mit Sascha und mir am nächsten morgen um kurz vor fünf (wir hatten viel zu erzählen). Am nächsten Tag gab es den ersten Rückschlag: ein Frischluftgebläse und der erste Warmlufterzeuger haben sich verabschiedet. Sie wollten sich auch bis Silvester nicht wieder zurückmelden.

Egal, nicht unterkriegen lassen, sondern weiter aufbauen haben wir uns gesagt. So wurden am 31. die letzten Feinheiten getätigt, dass dem Fest eigentlich nix mehr im Wege stehen konnte. Denkste, anderthalb Stunden vor Beginn fing der große Ölheizer an zu spinnen, so dass wir noch "eben mal" zwei Gasheizer aus Severloh und aus dem Keller sowie Gasflaschen aus der Nachbarschaft sammeln mussten. Er hatte sich zwar kurz gefangen, jedoch zwei Stunden nach Beginn endgültig verabschiedet. So hieß es dann um 0.00 Uhr: Gasheizer umstellen, da es an der Bühne begann fußkalt zu werden. Es hat zwar noch keiner gemerkt, und es haben mich alle komisch angeguckt warum ich mit dem Heizer durch die Gegend laufe, aber ich sage mir da immer: zwei Stunden voraus denken, denn wenn es den Leuten erst mal kalt ist, ist es zu spät. Leider gab der kleine Gasheizer dann auch noch auf, so dass wir dann auf die beiden Heizpilze und den großen Gasheizer angewiesen waren, die dann zum Glück auch durchhielten. Das sollte aber auch genug zu dem gewesen sein, was die meisten nicht sehen oder eher doch nicht.

Eines muss ich noch mal sagen. Einige wenige kommen, wenn sie bezahlen wollen immer wieder mit der Frage: Warum ist das so teuer? In der Einladung habe ich schon gesagt, dass wir aus der Fete keinen Profit schlagen wollen. Wir wollen allerdings auch nichts zuzahlen. Vom Veranstaltungsteam wird über drei Tage aufgebaut, eingekauft, geplant, geheizt und aufgeräumt. Hinzu kommt das Essen, die Getränke, das Taxi, der DJ, die Müllkosten und viele kleine Dinge, die man sich erst vorstellen kann, wenn man solche Feten seit langer Zeit erfolgreich wie wir durchgeführt hat. Wenn mich (Henrik) also noch mal einer drauf ansprechen sollte, dass er die Summe den ganzen Abend nicht verspeisen / -trinken sollte, möchte er / sie doch bitte mal über diesen gesamten logistischen Aufwand nachdenken oder einfach mal selbst eine Fete in der Größenordnung organisieren.

Jetzt aber mal zum Feiern:

Um 20.00 ging die Feier pünktlich mit dem hervorragenden Buffet von Steffi und Gitti los. Es fehlte einfach an nix: Käse-Lauch-Suppe, Kassler, Pute, Schnitzletten, Salate, Götterspeise u.v.m.

Nach dem Essen ging es entweder an den Tresen oder auf die Tanzfläche. Für die meisten war jedoch klar, dass man bei so einer geilen Musik eher zum Tanzen tendierte. So hatte DJ Henning die Meute schnell im Griff gehabt, und es ging quer durch die 80er von AC/DC über Marius zu U2. Ständig wurden Videoclips rein geschmissen, die die meisten noch nie gesehen hatten. Mein liebstes Beispiel ist ”U2 - Where the streets have no name”, wo sie damals mitten in der Stadt auf einem Hochhaus den Clip gedreht hatten. Zigtausend Zuschauer wussten Bescheid und versammelten sich in den Strassen. Nur die Behörden hatten keine Ahnung und waren total überfordert. Könnte man sich heute nie vorstellen. ;-)

Im Prinzip gab es in der Nacht nur ein Problem. "Stresspeople" -> nee, Kotzer -> gibt#s immer, aber viel schlimmer war, die Leute wollten einfach nicht nach Hause. So kam es, dass um 4.00 Uhr noch über 70 Leute in der Scheune waren und Henning bis 7.00 Uhr auflegen musste bis sich die Letzten aus der Scheune bewegten: Bäcker, Holly, Henning und Ich.

Damit war es dann ja noch nicht genug. Nachdem Henning seinen wohl verdienten Schlaf anging, zogen wir drei über Walter, wo es noch ein Neujahrs-Likörchen gab, zum Bäcker, wo wir auch noch Jörg in die Runde aufnahmen. Nach ein paar Schluck und einem deftigen Frühstück zogen wir weiter zu Holly, wo Ernst auch schon mit einem Bier aufwartete. Bevor wir am Tisch einschliefen, da wir ja nun doch schon ein paar Stunden auf den Beinen waren, entschieden wir uns zur Weiterreise.

An Ohlhoffs Hoftor dachten wir dann an Steffen und Wiebke, die es aufzuwecken galt, da sie schon viel zu lange geschlafen haben mussten. Wir hatten allerdings nicht die Gelegenheit, da Hans-Heinrich und Christa, gerade aus der Kirche kommend, uns abfingen und erst mal zu einem Neujahrsschluck in die Küche einluden. Da wir uns nicht abschütteln ließen, wurden wir sogar noch zum Mittagessen eingeladen. Es gab richtig lecker Hühnerfrikassee. Dann hieß es aber auch schon: halb zwei, ab nach Hause zum Aufräumen. Am 01.01.2005 um 16.00 Uhr war das "Unternehmen Silvester" dann nach 36 Stunden endlich zu Ende. Bis nächstes Jahr zur Beach-Party!!!!